Goethe unterwegs - Kea und Luca in der Provence

Wir sind zwei Mädchen aus der 10. Klasse, die an dem Austauschprogramm "Brigitte Sauzay" teilgenommen haben.
Unser Abenteuer in Südfrankreich begann am 8. September und endete am 1. Dezember. Der Austausch führte uns nach Marseille und Bollène in der Region Provence Alpes Cote d'Azur. Da der Austausch auf Beidseitigkeit beruht, ist dieser kostenlos.

Nach anfänglichem Heimweh haben wir uns gut eingelebt, sodass wir die Zeit genießen konnten. Sprachlich war es am Anfang ein bisschen holprig, aber nach einer Weile versteht man unerwartet viel. Zudem gewöhnt man sich an das schnelle Tempo der Franzosen. Das Sprechen fiel uns jedoch lange noch schwer. Es fehlen einem einfach viele Vokabeln und außerdem muss man sich auch erstmal überwinden einfach drauf los zu reden.
Das Familienleben verhält sich ziemlich gleich zu dem deutschen. Es gibt jedoch viele auffällige Unterschiede in den Schulsystemen. Zum Beispiel ist die Schule in Frankreich deutlich länger und der Unterricht ist frontal gestaltet. Das bedeutet, dass die Schüler keine mündliche Leistung erbringen müssen und die Lehrer den Unterrichtsstoff wie in einer Vorlesung vortragen und die Schüler sich dazu Notizen machen. Das machte das Verstehen für uns natürlich deutlich schwieriger. Die Lehrer sind distanzierter zu den Schülern. Das führt zu einem schlechteren Verhältnis. Dagegen versuchen die Franzosen, denen man im Alltag begegnet, einem so weit wie möglich zu helfen, um das Verstehen zu erleichtern.
Insgesamt gefiel es uns dort sehr gut. Die Umgebung UND das Wetter sind gigantisch und man unternimmt viele Ausflüge mit seiner Gastfamilie.

Trotzdem freuten wir uns schon riesig auf unsere Familien und unsere Freunde in Deutschland. Ganz besonders auch auf die Weihnachtszeit.

Luca Fisch und Kea Eickbusch