Kunst

Bilder haben eine spezifische Sprache, die den Jugendlichen ständig begegnet. Diese Bildsprache muss in ihren Strukturen, Wirkungen und ihrer Bedeutung erkannt und verstanden werden, um deren komplexes Zusammenspiel zu durchschauen und für eigene gestalterische Mitteilungen zu nutzen.

Basierend auf dem umfassenden Bildbegriff, der den Kunstunterricht prägt, ist die thematische Vielfalt des Kunstunterrichts nach Inhaltsbereichen kategorisiert:

  • Bild des Menschen
  • Bild des Raumes
  • Bild der Zeit
  • Bild der Dinge
Bewertungsmaßstäbe ergeben sich aus den im Unterricht erworbenen Kompetenzen.

Zu Leistungen im Bereich der Produktion, Rezeption sowie Reflexion und Präsentation zählen:

  • das individuelle Lösen von Aufgaben,
  • die selbstständige Auseinandersetzung mit Gestaltungsproblemen von der Idee über Entwürfe bis hin zum fertigen Produkt auf der Basis der vermittelten gestalterischen Grundlagen,
  • die Präsentation von Arbeitsergebnissen und die Dokumentation von Prozessen,
  • das eigenständige Einteilen der Zeit und Steuern von Arbeitsprozessen,
  • das Kommunizieren über den Entstehungsprozess einer gestalterischen Arbeit,
  • die Auseinandersetzung mit Bildern unter bestimmten Aspekten.
Neben einer differenzierten Beurteilung und Bewertung gestalterischer Einzelarbeiten oder schriftlicher Arbeiten spielen auch Aktivität und Intensität in produktiven und rezeptiven Prozessen eine Rolle. Zu berücksichtigen ist:

  • das Niveau selbstständigen gestalterischen Arbeitens,
  • das Problembewusstsein,
  • der Grad der Selbstständigkeit,
  • das gestalterisch-ästhetische Urteilsvermögen,
  • die Kooperation mit Mitschülern,
  • die Fähigkeit, kreative Lösungsstrategien zu entwickeln.
Weiterhin sollen Bilder und Prozesse verstärkt systematisch analysiert, interpretiert bzw. bewertet sowie reflektiert werden.

(Der Text enthält Auszüge aus: Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), Kerncurriculum Kunst für das Gymnasium Schuljahrgänge 5 bis 10, Hannover: Unidruck 2016)